Ernie
Das bin ich
Ernie kam ursprünglich als Fundhund zu uns und war offensichtlich ausgesetzt worden. Da ihn der tägliche Streß und die Lautstärke im Tierheim überforderte, zog er schnell auf eine Pflegestelle, die sich Hals über Kopf in ihn verliebt und adoptierte.
Nach und nach wurde jedoch deutlich, weshalb der süße Kerl vermutlich sein erstes Zuhause verloren hatte: Ernie hatte keine Frustrationstoleranz, konnte (wollte) nicht alleine bleiben und brachte seine Menschen durch anhaltendes Bellen, deutliches Knurren und nachhaltiges Schnappen wohl dazu, nach seiner Pfeife zu tanzen.
In seinem neuen Zuhause wurde mit fachkundiger Hilfe an seinen Problemen gearbeitet, er brachte jedoch auch seine neuen Menschen an ihre Grenzen, so dass diese sich schweren Herzens aufgrund persönlicher Umstände wieder von ihm trennen und ihm die Chance auf ein passendes Zuhause geben möchten.
Ernie ist ein junger Hund voller Energie. Er ist sehr intelligent und durchschaut schnell, mit welchem Verhalten er beim Menschen etwas bewirken kann. Er ist mit anderen Hunden sozial kompatibel und freilaufend im Zweifelsfalle eher zurückhaltend. Im häuslichen Umfeld ist er sehr verschmust, fordert jedoch nach wie vor noch gerne Aufmerksamkeit ein, schafft es aber mittlerweile schon, wenige Stunden alleine zu bleiben. Er hat einen guten Grundgehorsam, an der Leine läuft er wunderbar, er ist stubenrein und fährt gut im Auto mit.
Ernie läßt sich sehr gut auf klare und konsequente Körpersprache seiner Menschen ein. Daher suchen wir für ihn ein erfahrenes Zuhause, in dem er von Anfang an glasklare und konsequent einzuhaltende Regeln erklärt bekommt, in deren Rahmen er Verantwortung abgeben und sich vertrauensvoll auf die Souveränität seiner Menschen einlassen kann. Er bindet sich schnell sehr eng an seine Hauptbezugsperson, muß hier aber von Beginn an erklärt bekommen, dass er für diese weder zuständig ist, noch sie vor anderen beschützen muß.
Rassebedingt benötigt er neben einer ausreichenden körperlichen Auslastung vor allem auch eine Menge Kopfarbeit. Regelmäßiger Hundesport, Such- und Intelligenzspiele mit immer neuen Herausforderungen, gemeinsames Erkunden neuer Wege oder Gebiete und Aufgaben, die er lösen muß, würden ihm in Verbindung mit festen Ruhezeiten sehr helfen, ausgeglichener und entspannter zu werden.
Da er nach seinem Einzug vermutlich wieder schnell testen wird, was er sich herausnehmen kann, stellt das Tragen eines Maulkorbs in der Anfangszeit eine großartige Hilfestellung dar. Im passenden Zuhause mit zunehmender Ausgeglichenheit und Auslastung wird er diesen jedoch ganz sicher nach und nach ablegen können.
Wo sind die passenden engagierten Menschen für diesen tollen, lustigen, charakterstarken und energiegeladenen kleinen Mann?

