Kalle Krawalle
Das bin ich
Kalle, oder auch liebevoll Kalle-Krawalle genannt, ist im Juni 2019 geboren und ein unkastrierter Parson Russell Terrier mit Ahnentafel aus einer jagdlich geführten Zucht. Er ist ein echter Terrier – selbstbewusst, temperamentvoll, bellfreudig und ein absolutes Powerpaket. Wer Terrier kennt und liebt, wird viele seiner typischen Eigenschaften wiedererkennen. Zu seinen Bezugspersonen baut Kalle eine enge Bindung auf. Hat er einmal Vertrauen gefasst, liebt er seine Menschen bedingungslos und ist ein treuer Begleiter. Gleichzeitig möchte er sowohl körperlich als auch geistig sinnvoll ausgelastet werden. Nasenarbeit, Mantrailing oder andere gemeinsame Beschäftigungen würden ihm großen Spaß machen. Ebenso wichtig sind für ihn jedoch ausreichend Ruhephasen, denn Kalle gerät schnell in Stress und hat Schwierigkeiten, von selbst zur Ruhe zu kommen. Im Alltag ist Kalle stubenrein, macht nichts kaputt und kuschelt für sein Leben gern. Am allerliebsten schläft er nachts mit seinen Menschen im Bett und genießt die Nähe zu seinen Bezugspersonen. Laut seiner Vorbesitzerin kann Kalle außerdem Türen öffnen und springt erstaunlich hoch – auch das sollte man im Alltag im Hinterkopf behalten. Auch das Trimmen seines Fells lässt er problemlos über sich ergehen. Mit Hündinnen ist Kalle gut verträglich, mit Rüden entscheidet die Sympathie. Trotzdem können wir ihn uns am besten als Einzelhund oder an der Seite einer ruhigen, souveränen Hündin vorstellen.
Draußen begegnet Kalle Menschen freundlich und aufgeschlossen. In den eigenen vier Wänden möchte er von fremden Personen jedoch nicht bedrängt werden. Auch an der Leine zeigt Kalle terriertypisch seine Meinung und pöbelt andere Hunde gerne an. Außerdem reagiert er auf sehr nah und schnell vorbeifahrende Autos. Mit konsequentem Training lässt sich an diesen Themen gut arbeiten. Als jagdlich gezogener Terrier bringt Kalle außerdem einen ausgeprägten Jagdtrieb mit. Deshalb vermitteln wir ihn nicht zu Katzen oder anderen Kleintieren. Kalle braucht einen klar strukturierten Tagesablauf. Solange seine gewohnte Routine eingehalten wird, kann er problemlos zwei bis drei Stunden alleine bleiben. Kommt es jedoch zu Veränderungen oder Unsicherheiten, zeigt sich seine größte Baustelle: Kalle leidet unter massiver Trennungsangst. Möchte seine Bezugsperson das Haus ohne ihn verlassen, gerät er in Panik und schnappt oder beißt in dieser Situation nach dem Menschen, um sie am Weggehen zu hindern. Dieses Verhalten entspringt keiner Aggression, sondern großer Verzweiflung und Angst – dennoch muss es ernst genommen werden und erfordert erfahrene Menschen, die bereit sind, das Alleinbleiben geduldig und konsequent neu mit ihm aufzubauen. Außerdem zeigt Kalle Ressourcenverteidigung am Futter. Beim Tierarzt gehört er nicht zu den entspanntesten Patienten, trägt seinen Maulkorb jedoch problemlos und kennt diesen gut. Für Kalle wünschen wir uns ein ruhiges, möglichst ländliches Zuhause bei terriererfahrenen Menschen ohne Kinder. Gesucht werden Menschen, die ihm Sicherheit, Konsequenz und einen verlässlichen Alltag bieten, ihn passend auslasten, ohne ihn zu überfordern, und ihm gleichzeitig die nötigen Ruhephasen ermöglichen. Kalle hatte bereits mindestens vier Vorbesitzer*innen und musste in seinem Leben schon einige Veränderungen verkraften. Umso mehr wünschen wir uns für ihn Menschen, die ihn so annehmen, wie er ist – mit all seinen Ecken und Kanten. Menschen, die bereit sind, Zeit, Geduld und Konsequenz in ihn zu investieren und ihm die Sicherheit geben, die er so dringend braucht. Wer sich auf Kalle einlässt, gewinnt einen unglaublich loyalen, verschmusten und lebensfrohen Begleiter, der für seine Bezugsperson durchs Feuer gehen würde. Nun fehlt ihm nur noch das, was er bisher nie wirklich hatte: ein Zuhause, in dem er endlich ankommen und für immer bleiben darf.

