Sina und Jimmy
Das bin ich
Auch das kommt vor: Sina und Jimmy landeten im Tierheim, weil ihr Besitzer für längere Zeit ins Gefängnis musste. Den Katzen ging es vorher dort aber wohl recht gut, waren bei uns allerdings erst ziemlich verstört und sind auch jetzt noch leider nicht ganz einfach zu handhaben. Darüber hinaus wurde Jimmy FiV-positiv getestet, was die Vermittlung zusätzlich erschwert. Dabei ist FiV nicht ansteckend für den Menschen und Katzen, die den Erreger in sich tragen, können noch viele viele Jahre gesund damit leben.
Sina ist die dominantere von den beiden und mag ganz offensichtlich Männer sehr viel lieber als Frauen. Bei Männern zeigt sie sich von ihrer schmusigen Seite, Frauen werden skeptisch beäugt und ihnen gegenüber kann sie schon auch mal die Krallen ausfahren. Auch hat es oft den Eindruck, als ob sie Jimmy beschützen wollte, sie drängt sich oft in den Vordergrund, wenn man versucht, mit ihm Kontakt aufzunehmen.
Jimmy ist sehr ängstlich und versteckt sich bei uns fast die ganze Zeit.
Wenn Sina schläft, und man die Gelegenheit nutzt, um sich mit ihm zu beschäftigen, so dauert es ein ganzes Weilchen, bis er nicht mehr faucht, sondern sich entspannt, und dann darf man ihn auch streicheln, was ihm dann auch gefällt.
Sina spielt nur vereinzelt etwas, Jimmy konnten wir bisher nicht zum Spielen bewegen.
Wer den Text bis jetzt durchgelesen hat, weiß jetzt, dass es sehr schwierig ist, die beiden zu vermitteln. Allerdings muss man bedenken, dass ein Tierheimaufenthalt immer eine spezielle Situation für Katzen bedeutet, es ist sehr viel Stress, und je nachdem, wie sensibel die Tiere sind und wie viel sie in ihrem bisherigen Leben schon erfahren durften, reagieren sie unterschiedlich auf den Aufenthalt bei uns. Wir haben festgestellt, dass sich besonders die ängstlichen und sensiblen Wesen in einem festen Zuhause ganz anders benehmen, viel ausgeglichener und schmusiger sind.
Wie sich Sina und Jimmy in einem neuen Zuhause verhalten, können wir natürlich nicht mit Sicherheit vorhersagen, aber wir denken schon, dass sie dort viel umgänglicher sind, sobald sie sich etwas eingelebt haben.
Das ideale Zuhause für die beiden sieht vermutlich so aus: Ruhige Wohnsituation, möglichst bei einem alleinlebenden Mann, keine Kinder, Katzen oder Hunde im Haushalt. Katzenerfahrung, Geduld und Einfühlungsvermögen sollte vorhanden sein.

